DIAKO
24.04.2026
50 Wendemützen für Krebspatient:innen

Landfrauen spenden Handarbeit an das DIAKO Bremen
Eine besondere Spende erreichte diese Woche das DIAKO-Krankenhaus in Gröpelingen: 50 handgenähte Wendemützen für onkologische Patientinnen und Patienten wurden von engagierten Frauen des Landfrauenvereins Bramstedt und Umgebung übergeben.
Hinter der Aktion stehen die ehemalige DIAKO-Mitarbeiterin Ulrike Gerken, die Vorsitzende des Landfrauenvereins Simone Gerdes sowie Vereinsmitglied Waltraud Steffens. Gemeinsam mit fünf weiteren Unterstützerinnen nähten sie über einen Zeitraum von rund sechs Monaten die wärmenden Mützen – jede einzelne mit viel Sorgfalt und persönlichem Engagement gefertigt.
Entgegengenommen wurden die Spenden von Nezihan Yildirim, pflegerische Bereichsleitung der onkologischen Stationen 4a/4b, Pastor Thomas Rothe aus dem Team der Krankenhausseelsorge sowie dem Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Dr. Michael Heinsch.
Für Ulrike Gerken ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. Sie war selbst 25 Jahre als Krankenschwester und Praxisanleiterin im DIAKO tätig und wurde nach einer eigenen Krebsdiagnose auf der Station 4a behandelt. „Nach der Chemotherapie ohne Haare habe ich gemerkt, wie nackt ich mich gefühlt habe“, berichtet sie. „Wie schön wäre es gewesen, wenn mir jemand ein Körbchen mit Mützen hingestellt und gesagt hätte: Uli, such dir was aus.“ Für sie habe die Geste auch eine starke psychologische Bedeutung: „Da hat jemand an mich gedacht – ich muss da nicht allein durch.“
Die Mützen sind bewusst als Wendemützen gestaltet – mit einer bunten und einer schlichten Seite. So können Patientinnen und Patienten individuell entscheiden, was ihnen gerade entspricht. Alle Mützen sind kostenlos bei den Bereichsleitungen der Stationen im DIAKO erhältlich.
Auch Nachhaltigkeit spielte bei der Herstellung eine wichtige Rolle: Ein Teil der Stoffe wurde aus Spendengeldern finanziert, andere Materialien – etwa ausgediente T-Shirts – wurden recycelt. Die Labels mit der Aufschrift „Bleib gut behütet“ wurden vom Druckhaus Wüst gespendet. Der Slogan stammt von Pastor Thomas Rothe und trägt eine doppelte Bedeutung: Er steht sowohl für den Schutz durch die Mütze als auch für das Gefühl, in einer schwierigen Zeit nicht allein zu sein.
„Besonders nach der Corona-Zeit war es uns wichtig, wieder zusammenzukommen und gemeinsam etwas zu schaffen“, sagt Simone Gerdes, Vorsitzende des Landfrauenvereins. „Wir Landfrauen bringen Menschen zusammen – und mit den Mützen möchten wir dazu beitragen, dass sich die Patientinnen und Patienten in dieser schwierigen Lebensphase gesehen und unterstützt fühlen.“
Das DIAKO Bremen konnte als erste Einrichtung von den genähten Wendemützen profitieren. „Wir sind sehr dankbar für diese besondere und persönliche Spende“, betont Nezihan Yildirim. „Sie schenkt unseren Patientinnen und Patienten nicht nur Wärme, sondern auch ein Stück Würde und Zuversicht.“
Der Landfrauenverein Bramstedt und Umgebung ist ein Zusammenschluss von Frauen verschiedenster Berufs- und Altersgruppen, der sich mit seinem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm aktiv für die Förderung von Gemeinschaft und regionaler Entwicklung einsetzt. Gerne nimmt der Verein Spenden entgegen, die direkt in die Förderung dieser wichtigen Aufgaben fließen. Interessierte können ihre Spende ganz einfach über die Webseite des Vereins (https://cux-landfrauen.de/bramstedt) tätigen und so einen wertvollen Beitrag leisten.