Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Schulter-Vollprothese

Keine halben Sachen

Ständige Schulterschmerzen prägten den Alltag von Barbara Heuke, auch nach einer Operation. Wirkung zeigte erst eine Vollprothese, die ihr in der Roland-Klinik eingesetzt wurde.

Von Yvonne Paessler

Keine halben Sachen 1
Schulterschmerz ade! Auf Anraten von Dr. Rüdiger Ahrens erhielt Barbara Heuke zwei Vollprothesen und ist seither schmerzfrei.

»Ich hatte sieben Jahre lang fast ununterbrochen Schmerzen«, erinnert sich Barbara Heuke. Sie leidet unter fortgeschrittener Arthrose in beiden Schultergelenken und der Schmerz war ihr täglicher Begleiter. »Ein normaler Alltag war nicht möglich – ich konnte mir ja kaum die Haare kämmen«, erinnert sie sich. Heuke unterzog sich auf Anraten ihres damals behandelnden Arztes einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) im rechten Schultergelenk. Die Schmerzen blieben. Ein Gelenkersatz sollte nun Abhilfe schaffen. »2014 riet man mir zu einer Teilprothese«, erinnert sie sich. Aber auch nach dieser Operation: Schmerzen. »Das war schon der zweite Eingriff ohne Besserung. So etwas ist sehr frustrierend und kräftezehrend.« Dennoch entschied sie sich im Jahr darauf, auch die linke Schulter operieren zu lassen.

Die pensionierte Heimleiterin stellte sich bei Dr. Rüdiger Ahrens vor. Der Chefarzt im Zentrum für Schulterchirurgie, Sporttraumatologie und Arthroskopische Chirurgie der Roland-Klinik riet aufgrund der eindeutigen Röntgen- und Ultraschallbilder ohne Umschweife zu einem Komplettersatz des linken Schultergelenks.

Keine halben Sachen 2

»Dieses Mal ist es anders«

Bereits kurz nach der OP bemerkt Barbara Heuke eine Besserung: »Als der Wundschmerz nachließ, war mir schnell klar: Dieses Mal ist es anders. Die Schmerzen waren weg – ein ganz neues Gefühl.« Das wollte sie auch auf der rechten, schon mit der Teilprothese versorgten Seite. Zunächst aber sollte eine ambulante Reha die andere, frisch operierte Schulter wieder beweglich machen. Die Patientin erholte sich rasch und war fest entschlossen, baldmöglichst auch die rechte Schulter operieren zu lassen.

»Wir verwenden nur selten Teilprothesen am Schultergelenk. Die Schulter ist eines der beweglichsten Gelenke im Körper und fast immer im Einsatz. Ein Teilersatz macht das nicht lange genug mit«, erklärt Ahrens. »Wir mussten aber erst ausschließen, dass die Schmerzen rechts nicht durch eine Infektion im Gelenk bedingt waren. Deswegen führten wir eine Arthroskopie durch, unter anderem, um Gewebeproben zu nehmen.« Der entscheidende Unterschied zu Heukes erster Gelenkspiegelung: Dieses Mal sollte der Eingriff keine Besserung für die Patientin bringen, sondern wichtige Erkenntnisse für den Operateur. »Eine Arthroskopie kann Arthrose nicht heilen. Daher ist es in vielen Fällen falsch, Patienten Hoffnungen zu machen«, erklärt der erfahrene Schulterchirurg. Die Untersuchung zeigte: keine Infektion. Es muss also am Gelenkersatz liegen. Ahrens’ Rat: Teilprothese raus, Vollprothese rein. Heuke erinnert sich: »Ich habe nicht lange überlegt. Was war meine Alternative? Schmerzen hatte ich schon – es konnte nur besser werden.«

Im nunmehr vierten Eingriff ließ sich die 67-Jährige auch rechts eine Vollprothese implantieren. Nach zwölf Tagen konnte sie die Klinik bereits verlassen. »Es war ein wunderbares Gefühl! Die Schmerzen waren weg und ich wusste: Ab jetzt geht es bergauf.« Ihre Schulter schonte Barbara Heuke nach wie vor und stieg langsam in die Rehabilitation ein. Die Rentnerin ist zuversichtlich: »Ich freue mich schon darauf, bald wieder selbst im Garten zu buddeln.«

Kontakt

Dr. Rüdiger Ahrens
Chefarzt des Zentrums für Schulterchirurgie, Arthroskopische Chirurgie und Sporttraumatologie
0421-8778-372
orthopaedie2@roland-klinik.de

Roland-Klinik am Werdersee
Niedersachsendamm 72/74
28201 Bremen
www.roland-klinik.de

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