Knie-Vollprothese
Neues Knie, neues Leben
Ziehende Wadenschmerzen, die nicht verschwinden – am Ende steht die Diagnose ›fortgeschrittene Arthrose‹. Die Lösung: eine Knie-Vollprothese in der Roland-Klinik.

Als Ralf Stephan im Februar ziehende Schmerzen in der Wade bekam, ahnte er nicht, dass er nur Monate später ein neues Kniegelenk haben würde. »Ich habe mir nichts Besonderes dabei gedacht. Aber das Ziehen ging einfach nicht weg, es wurde immer schlimmer, auch nachts«, erinnert er sich.

Kinder- und Allgemeine Orthopädie
Der Hausarzt verschrieb zunächst eine Schmerzsalbe gegen die vermeintlichen Muskelbeschwerden. Doch selbst nach mehreren Wochen trat keine Besserung ein. Die Überweisung zum Orthopäden brachte Klarheit: Die Röntgenaufnahme zeigte, dass im linken Knie kaum noch Knorpel vorhanden war. Die Diagnose: fortgeschrittene Arthrose. »Anfangs hoffte ich noch, mit konservativen Methoden auszukommen«, sagt der 61-Jährige. Seine Frau sah die Situation jedoch realistisch: »Besser wird das nicht« – und so führten ihn positive Empfehlungen aus dem Kolleg:innenkreis in die Roland-Klinik.
Bei der Voruntersuchung zeigte sich eine fortgeschrittene Gonarthrose des linken Kniegelenks in Kombination mit einer Retropatellararthrose, einem Verschleiß des Knorpels an der Rückseite der Kniescheibe. »Bei dem sehr weit fortgeschrittenen Gelenkverschleiß war eine vollständige Knie-Endoprothese die sinnvollste Lösung. Damit kann der Patient langfristig schmerzfrei laufen und das Knie wieder belasten«, erklärt der Leitende Oberarzt Dr. Jörg Hedke.
Direkt nach dem Eingriff wurde der gebürtige Oldenburger auf einer Überwachungsstation engmaschig betreut. »Ich habe mich dort bestens aufgehoben gefühlt. Die Pflegekräfte waren sehr aufmerksam und haben immer wieder nach mir geschaut und gefragt, ob ich Schmerzen habe oder etwas brauche.«
Bereits am ersten Tag nach der Operation stand er unter Anleitung der Physiotherapie wieder auf den Beinen. Kurz darauf konnte er das operierte Knie bis 90 Grad bewegen, nach drei Tagen lief er bereits mit Gehhilfen über die Station. »Ich fühlte mich wie der Wunderpatient.«
Behandelt wurde Ralf Stephan nach dem Fast-Track-Konzept – einem Verfahren, das ohne Drainagen und Katheter auskommt, mit muskelschonender Operationstechnik und blutungsreduzierenden Medikamenten arbeitet. »Durch abgestimmte Schmerztherapie, frühe Mobilisation und intensive physiotherapeutische Begleitung kommen Operierte so viel schneller wieder auf die Beine und haben weniger Beschwerden«, erläutert Dr. Hedke.
Besonders in Erinnerung blieb Stephan die Kommunikation: »Meine Frau wurde direkt nach der Operation telefonisch vom behandelnden Arzt informiert. Das war transparent, persönlich und hat uns viel Sicherheit gegeben.« Bereits eine Woche nach der Aufnahme konnte er zur Reha wechseln. »Der Sozialdienst hat sich da richtig reingehängt, Hut ab! Vom Pflegepersonal über die Therapeuten bis zu den Ärzten haben sich alle immer Zeit genommen.«
Sein Ziel hat Ralf Stephan fest im Blick: »Ich will wieder schmerzfrei laufen und noch ein paar Jährchen arbeiten. Mit meinem neuen Knie bin ich da auf einem sehr guten Weg.«
Kontakt
Dr. Jörg Hedke
Leitender Oberarzt des Zentrums für Endoprothetik, Fußchirurgie,
Kinder- und Allgemeine Orthopädie
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