Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

3D-Bildgebung

Meilenstein fürs Rückgrat

Ein neues computergestütztes Verfahren im DIAKO Krankenhaus Bremen ermöglicht es, Wirbelsäulenimplantate mit noch größerer Präzision einzubringen.

Regina Bukowski

14 Quer13
Gleich drei Operateur:innen der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie sind von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft zertifiziert.
14 Hoch 8
Das dreidimensionale Echtzeitbild der Wirbelsäule ermöglicht den Operateur:innen um Dr. Martin Lewandowski genauestes und gewebeschonendes Arbeiten.

In der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des DIAKO werden jährlich fast 350 Patient:innen an der Wirbelsäule operiert. Meist handelt es sich dabei um hochkomplexe minimalinvasive OPs. Jede technologische Weiterentwicklung in diesem Bereich verbessert die Präzisionsarbeit der erfahrenen Chirurg:innen und damit auch das Behandlungsergebnis für die Patient:innen.

Ein neues Verfahren mit computergestützter Navigation ermöglicht Chefarzt Dr. Martin Lewandowski und Sektionsleiter Wirbelsäule Dr. Götz Kemper jetzt eine genauere Sicht auf das Operationsfeld und damit eine noch präzisere, schnellere Implantierung. »Ein Röntgenbild, die bisherige Methode, bietet immer nur ein zweidimensionales Bild der Wirbelsäule. Um hier sicherzugehen, dass ein Implantat richtig sitzt, braucht es viel Erfahrung und mehrere Röntgenaufnahmen. Die neue Methode ermöglicht es uns, viel genauer zu bestimmen, wo und wie das Implantat sitzt«, erläutert Dr. Martin Lewandowski. »Es ist ein zukunftsweisendes Verfahren, das zeigt, wie Digitalisierung und KI in der Medizin den Patient:innen direkt zugutekommen können.«

14 Hoch 9
Dr. Martin Lewandowski, Chefarzt für Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme

Mithilfe hochentwickelter Kameratechnologie wird zunächst in kurzer Zeit ein dreidimensionales Echtzeitbild der Wirbelsäule erstellt. Dadurch, dass nach einem anfänglichen Scan für das 3D-Bild während der Operation nicht mehr geröntgt werden muss, verringert sich die Strahlenbelastung für Patient:innen wie Mitarbeitende erheblich. Für die Navigation werden Markierungen auf die Haut geklebt. Sie helfen dem Computerprogramm dabei, mit der Kamera das Operationsfeld richtig zu identifizieren und das Livebild in das zuvor errechnete 3D-Modell einzubringen. »Die Kamera erkennt die Instrumente und die Markierungen und zeigt uns außerdem vorab, wo das Implantat sitzen wird. Das heißt, ich sehe während der Operation ganz genau, dass dabei zum Beispiel keine Nervenwurzeln getroffen werden«, so Sektionsleiter Dr. Kemper. »Das ist viel besser zu steuern als bei einem zweidimensionalen Bild.«

Dr. Martin Lewandowski und sein Team haben sich für den Einsatz des computergestützen Verfahrens entschieden, nachdem sie es zunächst in einer OP-Simulation ausprobieren und sich in anderen Fachkliniken von der Patient:innensicherheit und Effizienz der Technologie überzeugen konnten. Inzwischen ist diese Operationsmethode bereits seit Längerem erfolgreich in der Wirbelsäulenchirurgie des DIAKO im Einsatz. »Gleichzeitig bleibt die nicht operative Behandlung von Wirbelsäulenleiden ein wichtiges Standbein der Klinik«, versichert der Chefarzt.

14 Hoch 10
Dr. Götz Kemper, Sektionsleiter Wirbelsäulenchirurgie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Kontakt

Dr. Martin Lewandowski
Chefarzt für Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie
0421 6102-1102
orthopaedie@diako-bremen.de

DIAKO Krankenhaus Bremen
Gröpelinger Heerstraße 406–408
28239 Bremen
0421 6102-0
info@diako-bremen.de
diako-bremen.de
facebook.com/diako.bremen
instagram.com/diako.bremen

Gesundheit Bremen 40

Inhaltsübersicht laden