Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Institut für Radiologische Diagnostik

Am Puls der Zeit

Das Institut für Radiologische Diagnostik ist von der Geburtsstunde der Radiologie bis heute immer auf dem aktuellsten Stand der Entwicklungen. Innovative diagnostische Verfahren werden im St. Joseph-Stift, besonders in der Mammadiagnostik, tagtäglich eingesetzt.

Silvia Rievers

07 1 Fkb35 Quer 1200x8003
Professor Dr. Diekmann erklärt einer Patientin die Tomosynthese-Aufnahmen ihrer Brust.

Untersuchungen der weiblichen Brust sind nicht nur in der Früherkennung, sondern auch für die Vorbereitung von Eingriffen und in der Nachsorge von Brustkrebs ein entscheidendes Element einer erfolgreichen Therapie. »Wir versuchen, neue Erkenntnisse aus der Forschung schnellstmöglich in die Routine unseres Instituts für Radiologische Diagnostik zu integrieren«, betont Chefarzt Professor Dr. Felix Diekmann.

»Besonders in der Mammadiagnostik können wir, einzigartig in Bremen, die volle Bandbreite innovativer diagnostischer Verfahren einsetzen.« Diese reicht von der klassischen Mammografie über die Kontrastmittelmammografie und -sonografie bis zum Fusionsultraschall oder der Tomosynthese. Bei dieser wird aus neun sehr niedrig dosierten Mammografie-Aufnahmen, die aus verschiedenen Winkeln aufgenommen werden, eine Schichtdarstellung der Brust rekonstruiert. »Dies ist insbesondere bei Frauen mit sehr dichtem Brustgewebe sinnvoll. Außerdem können wir mit diesem Verfahren bei einer Brustkrebsdiagnose die Tumorausdehnung bereits vor einer Operation viel besser abschätzen«, erklärt Diekmann.

Mithilfe der Tomosynthese können Studien zufolge über 40 Prozent mehr bösartige Tumoren gefunden und behandelt werden als ohne dieses Verfahren. Mit diesen diagnostischen Möglichkeiten ist das Institut ein wesentlicher Bestandteil für die qualifizierte Versorgung der Patientinnen des zertifizierten Brustzentrums im St. Joseph-Stift, eines der größten in Deutschland. Diekmann betont dabei: »Auch wenn in der Radiologie die computerassistierte Diagnostik schon heute der Normalfall ist, so kann künstliche Intelligenz die erfahrene Fachkraft nicht ersetzen. Denn so individuell wie jeder Mensch ist, so passgenau müssen wir als Mediziner:innen das richtige Verfahren wählen, die Ergebnisse beurteilen und die Patientinnen individuell begleiten.«

07 2 Fkb35 Hoch 700x1000px2
In der Kontrastmittelsonografie, links, ist eine Lebermetastase klar abgegrenzt, im normalen Ultraschall, rechts, ist sie nur zu erahnen.

{…}

Kontrastmittelsonografie

Ein weiteres innovatives Verfahren, das insbesondere in der Chirurgie Anwendung findet, ist die Kontrastmittelsonografie. Für diese besondere Form des Ultraschalls hat das Institut für Radiologische Diagnostik gemeinsam mit dem Ultraschallzentrum der Charité Berlin ein Kompetenzzentrum gegründet. Im Unterschied zu herkömmlichem Ultraschall wird hier eine Technik mit sehr geringen Schallenergien in Kombination mit einem Kontrastmittel verwendet. Im Kontrastmittel sind sogenannte Mikrobläschen enthalten, die mit genau diesen Frequenzen sichtbar gemacht werden. Im erzeugten Bild wird die Gewebedarstellung unterdrückt und fast ausschließlich die Durchblutung angezeigt. Dadurch ist eine sehr genaue Aussage über die Dynamik der Durchblutung möglich. Dies hilft unter anderem dabei, zwischen gut- und bösartigen Tumoren zu unterscheiden. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Chirurgie wird das Verfahren im St.Joseph-Stift auch während der OP angewendet. Die Analyse der komplexen Daten erfolgt in Kooperation mit den Ultraschallexpert:innen der Charité.*

*DEGUM III-Ultraschall,
Leitung Professor Dr. T. Fischer

Kontakt

Institut für Radiologische Diagnostik
Prof. Dr. Felix Diekmann
Chefarzt des Instituts für Radiologische Diagnostik
0421 347-1552
radiologie@sjs-bremen.de

Krankenhaus St. Joseph-Stift
Schwachhauser Heerstraße 54
28209 Bremen
sjs-bremen.de
facebook.com/stjosephstift
instagram.com/stjosephstift

Gesundheit Bremen 35

Inhaltsübersicht laden