Einsatzübung im DIAKO mit Feuerwehr und Polizei
Am Sonnabend, 5. März, veranstaltet das DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus in der Zeit von 16 bis 19 Uhr zur Überprüfung seiner Notfallpläne eine Evakuierungsübung. Beteiligt sind bis zu 25 Einsatzfahrzeuge und 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bremen, Hilfsorganisationen DRK, ASB und MHD sowie zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei und natürlich die Mitarbeiter des DIAKO.
Das Szenario: Auf der Intensivstation (nachgestellt)
fällt der Strom aus. Da sich der Stromausfall auf die Schnelle nicht
beheben lässt, müssen zehn Patienten (acht davon an Beatmungsgeräten)
evakuiert werden. (Kolleginnen und Kollegen mimen die Patienten.)
Glücklicherweise fällt der Strom mitten im Schichtwechsel aus. Daher
waren zusätzlich zum Pflegepersonal sieben Ärzte auf der Station, die
sofort auf den Ausfall der Beatmungsgeräte reagieren und die Patienten mit
mobilen Geräten versorgen.
Der anwesende Notarzt löst über 112 Alarm aus.
In der Telefonzentrale wird Großalarm ausgelöst. Mitarbeiter werden nach
dem Alarmplan zum Dienst gerufen. Im DIAKO organisiert sich eine
Einsatzleitung.
Ein Zivi wird mit einer Einweiserkelle die ersten Feuerwehrfahrzeuge auf
dem Gelände des DIAKO leiten. Später übernimmt die Polizei die
Verkehrslenkung.
Die Feuerwehr evakuiert die Patienten, die an den Beatmungsgeräten oder
Infusionen angeschlossen sind, über zwei Treppenhäuser. Zwei der
Patienten werden über so genannte Rettungsmatratzen die Treppen
heruntergezogen.
Es herrscht ein gewisses Ausmaß an Hektik – der Einsatz der vielen
Rettungskräfte ist nicht ganz einfach zu organisieren.
Nach der Evakuierung der Patienten organisiert die Feuerwehr eine
Bettenabfrage in allen Krankenhäuser Bremens und im Umland, um freie
Plätze auf Intensivstationen zu ermitteln und eine zielgerichtete
Zuweisung der Patienten zu organisieren. Außerdem werden die
Transportkapazitäten auf der Straße und in der Luft abgefragt.
Das DIAKO will mit der Übung seine Notfallpläne auf ihre Tauglichkeit überprüfen. Alle Abläufe werden strukturiert überprüft, ebenso die Kooperation aller Abteilungen unter widrigen Umständen. Auch die interne und externe Kommunikation steht auf dem Prüfstand. Die Übung wird durchgehend kommentiert und in einer Nachbetrachtung konsequent ausgewertet.
Die Feuerwehr Bremen beteiligt sich unter großem Aufwand an der Aktion. Für den Übungsleiter der Feuerwehr Bremen, Uwe Delventhal, ist eine solche Übung eine ganz wichtige Trainingsmöglichkeit. Delventhal: „Es ist eine besondere logistische Herausforderung. Die zur Beherrschung der Situation notwendigen Strukturen müssen eingeübt werden.“ Aufgabe der Feuerwehr ist es unter anderem:
- Die Patienten zu erfassen und den Abtransport nach Dringlichkeit zu organisieren
- Den MANV-Alarm (Massenanfall von Verletzten) auszulösen, der möglicherweise die OP-Pläne in anderen Krankenhäuser stoppt oder beeinflusst
- Mit dem eigenen Fernmeldedienst die Kommunikation ins Krankenhaus und nach außen sicherzustellen
- Versorgung der Patienten und Einsatzkräfte.
Die Polizei übernimmt die Verkehrslenkung, führt Sperrungen durch und übernimmt weitere organisatorische Aufgaben.
