Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Arthrose

Das passende Implantat fürs Knie

Für ein optimales Behandlungsergebnis ist bei Kniearthrose die individuelle Auswahl des Implantats entscheidend. Dessen Belastbarkeit beim Sport spielt laut Professor Dr. Michael Bohnsack für viele Patienten eine wichtige Rolle zum Erhalt ihrer Lebensqualität.

Von Ingo Hartel

Implantat fürs Knie
Sorgfalt bei der Auswahl eines geeigneten Implantats ist wichtig für die erfolgreiche Behandlung. Professor Dr. Michael Bohnsack berät im DIAKO Patienten bei dieser weitreichenden Entscheidung.

Das Kniegelenk ist ein zusammengesetztes Gelenk, in dem Oberschenkel, Unterschenkel und Kniescheibe in Verbindung stehen. Aufgrund der exponierten Lage als Verbindung zwischen Ober- und Unterschenkel sind Verletzungen des Kniegelenkes besonders bei sportlichen Menschen häufig. Kann das Gelenk nicht mehr gelenkerhaltend therapiert werden, sei neben einer exzellenten Operation insbesondere die Auswahl eines geeigneten Implantats sehr wichtig für die erfolgreiche Behandlung, betont Professor Dr. Michael Bohnsack, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung im DIAKO.

Dem kann Reiner P. aus Bremerhaven nur zustimmen. Der 56-Jährige hatte in seiner Jugend intensiv Fußball gespielt. Nach einer Sportverletzung war ihm vor Jahren der Innenmeniskus entfernt worden. Lange war er einigermaßen frei von Beschwerden, aber Anfang des Jahres suchte er wegen massiver Schmerzen im Knie einen Arzt auf. Dessen Diagnose: Arthrose. »Der Arzt sagte mir, das Knie sei kaputt und ich bräuchte ein neues Gelenk. Das hat mich doch geschockt und ich dachte mir, dass eine Zweitmeinung nicht schaden kann«, so der Bremerhavener. Er wandte sich ans DIAKO.

Professor Bohnsack: »Die Kernspintomografie zeigte, dass sich exakt an der Stelle des fehlenden Meniskus eine Arthrose gebildet hatte. Aber eben nur dort. Die Außenseite des Kniegelenks zeigte keinen Verschleiß.« Da zudem die Kreuzbänder intakt waren, schlug der Gelenkspezialist vor, eine Teilprothese einzusetzen. Der Vorteil: Die sogenannte Schlittenprothese ist mit einem sehr kleinen Schnitt einzusetzen und wird von den körpereigenen Bändern geführt. Bohnsack: »So können wir die Anatomie exakt wiederherstellen und erreichen eine bestmögliche Biomechanik. Dies ist für die reibungslose Funktion des Gelenkes nach der Operation sehr wichtig – besonders bei sportlich aktiven Patienten, die das Gelenk stark beanspruchen.«

Nach zwei Wochen auf dem Rad

Reiner P. fährt täglich mit dem Rad zur Arbeit und spielt in seiner Freizeit regelmäßig Tennis und Golf. Da er im Aufklärungsgespräch vor der Operation auf seine Nickelallergie hinwies, wählte das Team um Professor Bohnsack eine allergenfreie und oberflächenveredelte Schlittenprothese aus. Bereits am Tag nach dem Eingriff konnte P. das Bein voll belasten, nach vier Tagen wurde er aus dem Krankenhaus entlassen. Es folgten drei Wochen ambulante Krankengymnastik. Zwei Wochen nach dem Eingriff saß er wieder auf dem Rad. Eine Freude für den sportlichen Mittfünfziger: »Mit dem Tennis habe ich mir etwas mehr Zeit gelassen. Aber drei Monate nach der OP habe ich vom Professor auch dafür grünes Licht bekommen. Es ist super, dass ich so schnell wieder aktiv sein konnte.«

Kontakt

Prof. Dr. Michael Bohnsack
Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
0421-6102-1501
orthopaedie@diako-bremen.de

DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus
Gröpelinger Heerstraße 406–408
28239 Bremen
www.diako-bremen.de

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